Fahrradtour

  Bodensee-Königsee

 

 

In der Zeit vom 19.-27.08.2022 unternahm eine 16-köpfige DJK Gruppe eine Fahrradtour auf dem Radweg Bodensee-Königssee. Die Strecke ist mit insgesamt 453 km und ca. 3500 Höhenmetern (Hm) angegeben. 

Am Freitag, den 19.08.2022 starteten wir unsere seit einigen Monaten geplante Radtour vom Bodensee zum Königssee.

Insgesamt gingen 16 Teilnehmer auf die Reise, davon 14 Radler und 2 Fahrer für die Begleitfahrzeuge. Die Radler waren sowohl E-Biker als auch normale Mountainbiker. Die Tour hatten wir im Vorfeld schon im Detail vorbereitet und dabei auch wirklich nichts vergessen. Die Tagesetappen waren genau geplant und die Unterkünfte alle gebucht.

Um 11.00 Uhr waren alle Räder und das Gepäck in den Fahrzeugen verstaut und die Reise konnte losgehen. Auf der Fahrt in den Süden verdunkelte sich der Himmel immer stärker und es begann schon recht bald zu regnen. Der Regen wurde, je näher wir zum Bodensee kamen, immer heftiger. Es goss wie aus Kübeln. Wir hatten vor, in Lindau unsere Mietwagen abzugeben und von dort mit den Rädern nach Wangen zur ersten Übernachtung zu radeln. Diesen Plan mussten wir aufgeben, da die Anreise wegen des Wetters schon deutlich länger als geplant dauerte. Also beschlossen wir direkt nach Wangen zu fahren, dort alles auszuladen und anschließend zur Fahrzeugrückgabe nach Lindau zu fahren. Dies war für diesen Tag auch die einzig richtige Entscheidung. Somit fielen die ersten ca. 25 km der Radreise buchstäblich ins Wasser.

Die Besitzer des Hotels „Engelberg“ in Wangen empfingen uns sehr herzlich. Das Hotel war ein kleines Garnihotel, das aber sehr sauber und bestens geführt ist. Das Abendessen nahmen wir in der Altstadt im Restaurant „Mohren-Post“ ein. Sehr zu empfehlen.

Die Wettervorhersage für den nächsten Tag war durchwachsen. Wir wussten aber, dass es ab Samstag nur noch den Weg mit dem Rad gab. Somit konnte sich jeder schon mal darauf einstellen.

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Als wir morgens aufwachten, war der Himmel zwar noch bewölkt, aber es regnete nicht mehr. Somit stiegen wir frohgelaunt auf unsere Räder und fuhren zunächst mal einige Kilometer, um auf den ausgezeichneten Radweg „Bodensee-Königssee“ zu kommen. Als wir nach etwa 10 km das erste Hinweisschild gefunden hatten, war die Freude riesig. Ab jetzt galt es diesem Schild zu folgen, vor dem wir auch gleich die ersten Bilder machten.

 

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Die komplette Radlertruppe

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Und das schönste war, dass sich nun auch die Sonne durchgesetzt hatte, und das kann ich gleich verraten, sich auf der gesamten Tour auch nicht mehr verabschiedete. So ist das nun einmal, wenn Engel reisen.

Unser Ziel an diesem ersten Tag war Sonthofen, die frühere Heimat unserer beiden Mitfahrer Yvonne und Michael. Auf dem Weg nach Sonthofen zeigten sie uns auch gleich einige interessante Highlights ihrer früheren Heimat (Seen, Berge, Wasserskirundkurs, Immenstadt usw.). Der Anstieg zum Hotel „Allgäu-Stern“ in Sonthofen war mit 14 % Steigung noch einmal eine echte Herausforderung. Abgekämpft kamen wir dort an. Ein riesiges Haus, in dem man sich verlieren kann, das aber mit allen Annehmlichkeiten eines großen Hotels verbunden ist. Die im Hotelpreis beinhaltete Halbpension am Abend brachte es mit sich, dass das Buffet von uns ausgiebig genutzt wurde. Ja selbst die Getränke waren im Halbpensionspreis beinhaltet.

Wir hatten an diesem ersten Tag 70 km Radstrecke und etwa 800 Höhenmeter bewältigt. Wir waren stolz auf uns.

Am nächsten Tag hatten wir etwas mehr Zeit zur Verfügung, da die Tagesstrecke mit nur knapp 50 km deutlich kürzer war. Wir mussten nur bis nach Hopferau fahren. So hatten wir Zeit, uns die Starzlachklamm bei Sonthofen anzusehen. Sehr beeindruckend, wie das Wasser diese enge Klamm hinunterstürzt. Und Wasser war nach dem ausgiebigen Regen von vor zwei Tagen genügend vorhanden.

Danach ging es weiter nach Hopferau am Hopfensee. Dabei mussten wir den höchsten Punkt der gesamten Tour bei Oy/Mittelberg (1000 m ü. NN) überwinden. Tolle Landschaften begleiteten uns hierbei und auch wenn uns die Anstiege manches Mal ganz schön zum Schnaufen brachten, waren wir am Abend rundum zufrieden. Wir übernachteten im Schloss von Hopferau, macht man ja nicht jeden Tag, und fuhren zum Essen zurück nach Speiden ins Maria Hilfer Sudhaus. Leckeres Bier und gute bayerische Kost belohnten uns für die Anstrengungen des Tages. Und dabei gab es auch die ersten Gesänge.

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Tag drei der Tour führte uns nach Schlehdorf am Kochelsee. Mit 90 km war das die längste geplante  Tagesetappe. Sie führte uns mit Abstechern zur Wieskirche und zu einer Mittagsrast bei Heidi und Klaus (Freunden von Mätsches) in Unternogg. Wir mussten im Wald einige kleine Wasserläufe  durchqueren und hatten auch an diesem Tag wieder bestes Wetter und tollste Voralpenlandschaften. Dabei war die Strecke nach der Rast beinahe durchgängig abschüssig. So konnten wir die Räder einfach laufen lassen. Die Übernachtung erfolgte im Hotel Klosterbräu in Schlehdorf, einem sehr schön renovierten Haus mit Blick auf den Kochelsee und auf das Kloster der Missionsdominikanerinnen. Am Abend gab es leckeres kroatisches Essen im Biergarten.

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Am nächsten Tag ging es weiter von Schlehdorf nach Schliersee. Die Tour führte uns zur Mittagsrast in Bad Tölz in den Biergarten des „Bräustüberl“. Hier hätten wir es beinahe noch länger ausgehalten. Dann ging es aber weiter Richtung Tegernsee mit einem tollen Blick auf den See, danach eine ganze Reihe knackiger Anstiege und natürlich auch wieder Abfahrten nach Schliersee am Schliersee. Die Aufs und Abs an diesem Tag waren schon eine echte Herausforderung, die wir aber alle meisterten. Direkt am See gab es dann gleich die Belohnung in Form von Eiskaffee oder Weißbier. Den Abend verbrachten wir im Biergarten unseres Hotels „Terofal“, einem schön renovierten historischen Haus mitten in Schliersee.

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Für Tag fünf hatten sich Wolfgang und Regina Seuffert angekündigt, beide aus Kleinwallstadt, seit vielen Jahren aber schon in Bruckmühl bei Rosenheim zuhause. Sie kamen morgens mit dem Zug und Wolfgang hatte in Absprache mit mir eine Tagestour ausgesucht, die etwas abweichend von der klassischen Bodensee-Königssee-Route verlief. Auch dies eine wunderschöne Route durch Feld und Wald, mit Mittagsrast in der Moosmühle in Bad Feilnbach und einem Abstecher in die Moorerlebnisstation „Sterntaler Filze“. Bis wir am Abend an unserem Ziel in Aschau ankamen, hatten wir wieder beinahe 70 km und hunderte von Höhenmetern geradelt. Den Abend verbrachten wir im Biergarten unserer Hotels „Kampenwand“. Dort konnten wir einem Junggesellenabschied beiwohnen. Die jungen Männer meinten etwas Aufmunterung gebrauchen zu können und baten um einen Gesang für den Hochzeiter. „Ein Vogel wollte Hochzeit machen“ war dafür genau die richtige Auswahl und so trällerten wir alle 15 Strophen des Liedes. Wolfgang und Regina übernachteten auch bei uns und fuhren am nächsten Tag wieder zurück nach Bruckmühl. Danke für euren Besuch. Es war schön mit euch.

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Von Aschau ging es am Donnerstag nach Bad Reichenhall. Auch dieser Tag war mit fast 90 km noch einmal eine Herausforderung. Die Route führte uns an den Chiemsee mit wunderschönen Blicken auf diesen. In Traunstein machten wir im Biergarten des „Wochinger Brauhauses“ unsere Mittagsrast. Dies ist einer der schönsten Biergärten überhaupt, ganz klassisch mit Kastanienbäumen und einem schönen alten Gasthaus, wirklich zum Träumen. Aber auch diesen Platz mussten wir wieder für andere Gäste freigeben und uns auf unsere Räder schwingen. Bis nach Bad Reichenhall hatten wir noch einmal ca. 40 km zu radeln, die nun wieder ein stetiges „Auf“ und „Ab“ mit sich brachten. Dabei fuhren wir unter anderem auch durch das Dorf „Anger“, ein wunderschönes Kleinod mit einem tollen riesigen Dorfplatz, um den sich Gasthöfe und blumengeschmückte Häuser reihen. König Ludwig I bezeichnete dieses Dorf einst als sein „schönstes Dorf“. An diesem Tag verfuhren wir uns auch einmal kurz und mussten uns mit Hilfe von Bernds GPS wieder den Weg suchen. In Bad Reichenhall angekommen, übernachteten wir im Hotel und Gasthof „Bürgerbräu“, einem alten und sehr stilgerecht renovierten alten Haus im Herzen von Bad Reichenhall. Im Biergarten waren die Plätze für das Abendessen schon reserviert und es schmeckte auch dort sehr gut und das eigene Bier mundete vorzüglich.

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Der letzte Tag unserer Radtour führte uns über den Hallthurmpass nach Berchtesgaden und von dort nach Schönau am Königssee, dem Ziel unserer Reise. Zwischen Berchtesgaden und dem Königssee geht es dabei 6 km an der Königsseer Ache, einem Abfluss des Königssees, immer leicht ansteigend bergauf bis man urplötzlich unter vielen Menschen am Königssee ankommt. Was uns von all diesen Menschen unterschied war, wir hatten den gesamten Weg vom Bodensee zum Königssee mit unseren Fahrrädern geschafft, während all diese Menschen ihre Autos kurz vor dem See abgestellt hatten. Wir waren mächtig stolz auf das von uns Erreichte.

Nachdem die 30 km dieses Tages für einige noch nicht ausreichend waren, machten sich vier Radler vom Zielort in Schönau noch einmal auf den Weg, die Roßfeldstraße bis auf 1500 m Höhe zu erklimmen. Das waren noch einmal 900 Hm. Sichtlich erschöpft kamen sie am Spätnachmittag in unser Hotel „Grünenberger“ in Berchtesgaden an. Herzlichen Glückwunsch für diese großartige Zusatzleistung.

Zum Abendessen im Hotel kamen auch Wolfgang und Regina nochmals zu uns und brachten als Überraschung einen Kuchen mit einem wunderschönen Siegerbild mit.

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Am Samstag, 27.08.2022 ging es dann wieder mit unseren 3 Kleinbussen zurück nach Kleinwallstadt und alle waren sich einig: "Es war eine tolle Woche".

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Einen herzlichen Glückwunsch an alle Teilnehmer, die diese wunderschöne Tour mitgemacht haben. Es hat sooo viel Spaß gemacht.

 

Noch einige Hinweise an alle, die diese Tour einmal nachfahren wollen:

  • In sieben Tagen lässt sich diese Tour für etwas trainierte Personen gut meistern.
  • Mit einigen Abstechern zu den Sehenswürdigkeiten an der Strecke kommen etwa 500 km Radweg zusammen.
  • Die Strecke ist überwiegend geteert und verläuft auf Nebenstrecken, es kommen aber auch Waldwege und Schotterstrecken vor. Dafür sollte man mindestens ein Tourenrad besitzen.
  • Es ist gut, wenn das Gepäck wie bei uns befördert wird (herzlichen Dank an Christel und Hans-Jürgen, die das für uns übernommen haben).
  • Wir haben knapp 4500 hm bewältigt, das sind im Schnitt pro Tag ca. 650 hm, diese können mit Gepäck durchaus eine Herausforderung sein.
  • Die Landschaft im Voralpenland (Allgäu und Oberbayern ist überwältigend). Man kann diese mit dem Fahrrad viel besser aufnehmen und genießen als mit jedem anderen Verkehrsmittel.
  • Wer will, kann sich an den Seen, an denen man entlangfährt erfrischen. Die Anzahl der Seen auf der Strecke ist riesig.
  • Also auf geht´s. Einfach nachmachen

Presse:

Main Echo vom 01.09.2022

 

   

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